Der Mensch

Der Mensch als solcher ist nicht so einfach im Blickpunkt der Aufmerksamkeit. Dieses "kleine" Manko soll hier ein wenig gemildert werden.

Im Menschen finden sich die vier, ihn umgebenden Naturreiche. Das Fest, das Wässrige, das Luftige und das Wärmende. Als solcher ist der Mensch eingebunden in seine Umgebung und interagiert durch seinen Sinnenapparat.

Der Mensch an sich selbst ist, insofern er sich seiner gesunden Sinne bedient, der größte und genaueste physikalische Apparat, den es geben kann und das ist das größte Unheil der neueren Wissenschaften, daß man die Experimente vom Menschen abgesondert hat und bloß in dem, was künstliche Instrumente zeigen, die Natur erkennen will.

Mit dieser Grundlage muß der Mensch sich hineinfinden in den Lauf der Zeit und seinen Ort finden: in den Wechsel von Tag und Nacht, in den siebener Wochenrhythmus, in den zwölfer Monatsrhythmus, in seine Lebenszeit.

Eingedenk der Gemeinsamkeiten der Menschen, ist es gleichzeitig so, dass Unterschiede vermutlich noch viel zahlreichere gefunden werden können. Nicht nur die Namen des Einzelnen sind verschieden, sondern auch die sichtbarlichen individuellen Merkmale sind nicht zu übersehen.

In einer Zeit der wirtschaftlichen Globalisierung zeichnet sich eine zunehmende Individualisierung ab. Natürlich sind der Nationalitäten viele, jedoch werden die Zumutungen von Einheitlichkeit so übermächtig, dass der einzelne, auch die einzelne Nation, sich dagegen auflehnen will. Wer möchte etwa die Gier von Finanzmarktinteressen weiter fördern.

Ein "Nein" ist vielfach zu vernehmen, aber die Bedeutung von Moralität in dem einzelnen Menschenleben wird nicht leicht ins Auge gefasst. Ein unbestimmter Anfang von einem jungen Menschenleben und ein konsequentenloser Tod scheinen die einzige Möglichkeit zu sein, sein Dasein zu studieren. Glücklicherweise sind aber nur eine Verkettung von Mißverständnissen vor das Tor der Wünsche geschoben, sodass Hoffnung besteht für jeden ernsthaft Suchenden.



Nieder stieg ich, zu vergessen,
Was ich einst im Licht besaß,
Und doch nie bewußt besessen,
Weil ich es noch nie vergaß.

Durch Vergess`nes muß ich dringen,
Selber muß ich geistgeweiht,
In Erinnerung erringen,
Meines Wesens Wesenheit.

Graben muß ich Grabeshügel,
Sterben lassen, was erstarb,
Bis der Freiheit Flammenflügel,
Sich mein eignes Ich erwarb.

Bis die Worte in mir reden,
Die ich unbewußt gewußt,
Bis in mir der Garten Eden,
Mein wird in der eignen Brust.

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